SySt® – Systemische Strukturaufstellungen

Systemische Strukturaufstellungen (SySt®) ermöglichen es uns, Modelle, die wir uns von der Welt bilden, als sichtbares Bild nach außen zu projizieren. Diese äußeren Bilder können verändert werden. Die Veränderungen wirken dann über die Klienten zurück auf das System, das sie abbilden. Mit Hilfe von SySt® können wir Systeme simulieren, um Veränderungsprozesse einzuleiten und mögliche Auswirkungen zu testen.

 

Das dabei benutzte Phänomen der repräsentierenden Wahrnehmung ist sowohl in einer Gruppe als auch in Einzelarbeit wirksam. Jede/r kann als Repräsentant fungieren. Es ist eine uns Menschen innewohnende Fähigkeit, die nicht erlernt werden muss. Es bedarf auch keiner besonderen Voraussetzungen.

 

Systemische Strukturaufstellungen sind eine besonders effektive Weiterentwicklung und Erweiterung der Familienaufstellungen. Sie wurden von Insa Sparrer und Prof. Varga von Kibéd (Prof. für Logik und Wissenschaftstheorie, Uni München) entwickelt. Anders als die Familienaufstellungen nach Hellinger sind sie konsequent lösungsfokussiert und ressourcenorientiert.

 

Ablauf

Die Basis von Aufstellungen ist das Phänomen der repräsentierenden Wahrnehmung. Dabei nehmen wir unmittelbar Wissen über Körperwahrnehmung auf. Die Fähigkeit dazu ist in jedem von uns angelegt: als ob wir schwimmen, ohne es je gelernt zu haben.

 

Jede Aufstellung beginnt mit einem Vorgespräch:

Anliegenklärung • lösungsorientiert • Wahl des Formates

 

Das Format dient der Symbolisierung der Elemente (Personen, Orte, Ressourcen o.a.) und Struktur des zu verändernden Systems. Danach wählt der Klient seine Repräsentanten oder Stellvertreter für die Elemente… Als nächstes werden die Repräsentanten vom Klienten in den Raum reingeführt, so dass sich ein Bild ergibt. Damit kann dann gearbeitet werden. Veränderungen des symbolisierten (simulierten) Systems erfolgen durch Interventionen. Dabei empfiehlt sich oft auch der Einsatz besonders kraftvoller Rituale.

 

Ziel: …so dass es allen Repräsentanten besser, mindestens gleich geht.

 

Das neue, veränderte Bild wirkt zurück auf den Klienten, der danach in seinem System neue Handlungen setzen kann. Somit wirkt der Transfer der Veränderungen in das Ursprungs-system (das verändert werden soll) über den Klienten.

 

Auf Wunsch können die Aufstellungen auch verdeckt durchgeführt werden, d.h. die Repräsentanten wissen nicht, wen oder was sie repräsentieren. Aufstellungen sind auch in Einzelarbeit möglich. Statt der Repräsentanten kommen beispielsweise Bodenanker zum Einsatz.

 

Anders als die Familienaufstellung nach Hellinger ist die Systemische Strukturaufstellung konsequent lösungsfokussiert bzw. ressourcenorientiert. Jedes Anliegen ist willkommen. Es wird eine Lösung erarbeitet, die mit dem Körper und allen Sinnen, emotional und kognitiv erlebt wird. Schamanische Rituale verstärken die Wirkung. Dadurch ist eine besondere Tiefe und Nachhaltigkeit gewährleistet.

 

Diese Methodenbeschreibung wurde uns freundlicher Weise von Sabine Ebert zur Verfügung gestellt.

 

 

 

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